Freitag, 6. April 2012

Mi, 04.03.

Am Mittwoch war das Wetter immer noch nicht wirklich besser...Regen, dunkle Wolken und ganz viel Wind....naja, aber immerhin gab es keinen Schnee mehr. ;-)
Ich machte mich mittags wieder auf den Weg zu Uni. Dort konnte ich dann endlich meinen Studentenausweis abholen :-)

Mein Studentenausweis ;-)
Nachdem ich den Ausweis hatte, machte ich mich auf den Weg zu meinem Arbeitsplatz. In dem großen Büro war zu dieser Zeit lustigerweise nur der Deutsche. Endlich konnte ich mal wieder offiziell Deutsch sprechen :-D
Er zeigte mir dann die ganzen "Labore" und einen kleinen Reinraum...mir hat es erstmal total die Sprache verschlagen...so was dreckiges, unaufgeräumtes, baustellenartiges konnte doch niemals ein Labor sein???
Der Deutsche, ich glaube er heißt Stefan, meinte, dass er genau das Gleiche auch gesagt hatte, als er von Deutschand kam.
Oh mann...wie soll man in so einem Chaos was finden, bzw. was sinnvolles produzieren... :-( Wenigstens der Reinraum war sauber, mich hätte es nicht gewundert, wenn dort auch das totale Chaos geherrscht hätte.

Dann bin ich zu Maiwenn gegangen, meine "Chefin", die sich um biologische Anwendungen von Mikrofluidischen-Systemen kümmert. Sie gab mir einen Überblick, was sie alles macht und wo ich alles mitarbeiten kann. Von den meisten Dingen habe ich jedoch keine Ahnung...z.B. ein Mikro-Design entwickeln für eine biologische Anlage, so dass sie auf einen Chip passt... hört sich ja nicht schlecht an, aber ich glaube dafür fehlt mir enfach die Erfahrung. Also werde ich wohl mehr biologische Tests mit Blut machen...dazu muss ich dann in eine andere Uni von Edinburgh. Und dann versuche ich die Blutbestandteile zu trennen und dann aus dem Plasma Informationen über das Geschlecht eines ungeboren Baby´s zu bekommen. Hört sich interessant an, hat aber mit Elektrotechnik nicht wirklich was zu tun :-D Aber mich haben Laborsachen ja schon immer interessiert (das schließt sich der Kreis mit meinem Praktikum in der 9. Klasse -> Labor im Helios-Krankenhaus...Blut separieren, nur dass ich damals eine Zentrifuge benutzt habe und heute das ganze auf einem winzigen, max. 5mm großen Chip passieren soll ;-)
Ich lasse mich also überraschen...

Dann wurde mir noch mitgeteilt, dass ich am Ende des Praktikums einen 50 Seiten langen Bericht auf Englisch abgeben soll...das will die Uni hier so... NA TOLL...da mache ich extra ein freiwilliges Praktikum, damit ich nix schreiben muss und dann sowas!!! Dann hätte ich auch gleich meine Masterarbeit hier machen können...
Mein Tag war also gelaufen....ich und 50 Seiten schreiben...da muss noch echt Wunder geschehen, da ich zur Zeit nicht mal einen Abschnitt auf Englisch schreiben könnte.

Ich war total frustriert und hatte Kopfschmerzen, aber ich habe mich dann trotzdem noch mit dem Bus in die Stadt gemacht und mir dort eine Studentenmonatskarte beantragt (ging erst mit Studentenausweis). Die Busfahrt hat mich aber nur noch mehr genervt, weil überall gebaut wird und dauernt die Ampeln auf Rot springen und die Busse dann immer nur beschleunigen und ganz schnell abbremsen...

In der Wohnung angekommen, hatte ich dann keine Lust mehr auf irgendetwas....ich wollte eigentlich nur noch in den Flieger und nach Hause :-( Mein erster Tiefpunkt nach fast einer Woche...
Ach ja,  es kam auch noch dazu, dass in meinem Zimmer die Heizung getropft hat und mein Teppich schon ganz nass war und unter meinem Schreibtisch schon die Fische geschwommen sind (naja, ganz so schlimm war es noch nicht ;-) Aber es hat gereicht...und hat meine Laune nicht unbedingt besser gemacht....

Ich konnte nur noch ins Bett und hoffen, dass am nächsten Tag wieder die Sonne scheint und meine schlechte Laune verflogen ist....

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