Nach einer kurzen Nacht startete der Morgen mit einem
schönen Frühstück :-) Endlich mal keine Cornflakes, die nach Pappe schmecken.
Hach, wie ich das vermisst habe!
Den Freitag verbrachte ich mit meiner Familie. Wir haben
ganz normale alltägliche Dinge unternommen, was aber auch mal wieder was Besonderes
war, weil sie nicht in gleicher Weise zum alltäglichen Leben in Schottland
gehören.
Nachmittags habe ich dann meine Cousine für ihren großen Tag
am Samstag Probegeschminkt. Sie hat sich entschlossen mein Kleid, welches ich
aus Shanghai habe, anzuziehen. Ich konnte das Kleid leider nie tragen, weil sie
dort meine Maße falsch genommen haben und es deshalb nicht passte. Umso mehr
freute ich mich, dass es Karolin perfekt passte und sie es auch anziehen
wollte. :-)
Wir machten einen Kleidertausch, mir passte nämlich dafür
ihr Kleid, was sie anfänglich anziehen wollte ;-)
Am Samstag trafen wir uns dann alle im Erfurter Dom. Karolin
entschied sich, dass ich ihre Bezugsperson sein soll. Diese Person sitzt neben
der/dem Jugendlichen und übergibt am Ende eine Kerze.
Die restliche Familie und Freunde von Karolin schauten aus
einer anderen Reihe dem Ereignis zu.
Die Feier war sehr schön. Jede/r Jugendliche musste vor auf
eine Art Bühne und musste einen Gegenstand ablegen, welches eine Begleitung in
der Kindheit war. Dazu mussten sie auch alle ein paar Worte erzählen. Es war
sehr schön zu sehen, was für verschiedene Gegenstände mitgebracht wurden und
welche Bedeutung dahinter steckte.
Zwischendurch spielte die Orgel schöne Musik und der Chor
sang ein paar Lieder. Auch einige der Teilnehmer zeigten ihr musikalisches
Talent.
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| Karolin zu ihrer Lebenswende |
Am Ende machten wir dann noch ein paar schöne Bilder vor dem
Dom und fuhren dann gemeinsam in den Garten, wo schon die restliche Verwandtschaft
wartete. Zum Glück war das Wetter wunderschön, obwohl ja eigentlich Regen
angesagt war. Und so konnten wir die Sonnenstrahlen bei leckerem Kuchen
genießen.
Mit einem leckeren Buffet und guter Unterhaltung ging der
Tag langsam zu Ende.
Am Sonntag waren wir dann bei meinen Großeltern in Weimar
zum Kuchenessen eingeladen :-) Ich liebe Kuchen und so hat sich meine Oma
wieder große Mühe gemacht und ein Meisterwerk gezaubert.
Am Montag habe ich mich mit meinen Vater getroffen und wir
haben die Erfurter Innenstadt unsicher gemacht. Neben leckerem Eis vom
Schokoladenladen an der Krämerbrücke, schlenderten wir auch gemütlich durch
einige Geschäfte. Nachmittags haben wir dann noch meine Großeltern im Garten
besucht.
Abends habe ich dann Sandra und Daniel in ihrer ersten
gemeinsamen Wohnung besucht. Diese haben sie wirklich sehr schön eingerichtet.
:-) Ich freue mich jetzt schon auf viele gemeinsame Film und Spielabende ;-) Leider
hatte ich nicht so viel Zeit, weil ich mich noch bei meiner Familie
verabschieden wollte, denn am Dienstagmorgen musste ich schon wieder die
Rückreise antreten.
Ich startete also am Dienstag 8:30Uhr mit dem Zug Richtung
Frankfurt. Der ICE hatte natürlich 20min Verspätung, die er auf der weiteren
Fahrt noch ausbaute. Ich war aber auf meinen Bus angewiesen, welcher mich an
den Flughafen Frankfurt/Hahn bringen sollte. 2min vor Busabfahrt erreichte ich
den Bahnhof. Ich rannte wie eine Verrückte los und wusste nicht mal genau, ob
es die richtige Richtung war. Aber ich hatte Glück. Von Weitem erkannte ich das
Busunternehmen und eine 100m lange Schlange davor. Jetzt hatte ich keine
Bedenken mehr, den Bus nicht mehr zu schaffen, sondern machte mir Sorgen, ob
ich überhaupt noch einen Platz bekomme…
Aber auch das klappte und so fuhr ich 1,5 Stunden zum
Flughafen. Die Fahrt habe ich zum größten Teil verschlafen ;-) Ich und fahrende
Verkehrsmittel enden immer mit dem gleichen Ergebnis. ;-)
In Frankfurt/Hahn angekommen wusste ich gar nicht wie ich
die lange Zeit bis zum Start des Flugzeuges überbrücken sollte… der Flughafen
ist ja so klein, dass man in 5min (wenn man sich Zeit lässt) durch die gesamte
Halle gelaufen ist. Und ich musste fast 3 Stunden rumkriegen.
Naja, also schnappte ich mir was zum Lesen und schlenderte
zum Schluss noch durch den Duty-free-Shop und so verging die Zeit dann doch
irgendwie.
Und schon saß ich wieder im Flugzeug zurück nach Edinburgh.
Die Tage in der Heimat vergingen viel zu schnell, aber ich hatte wieder neue
Energie getankt und die Besuche bei meiner Familie und Freunden genossen. :-)




