Wie das Schicksal es so
wollte, wurde ich am Samstag 6:30Uhr von der Sonne geweckt :-) Nach den
regenreichen Tagen der vergangenen Woche war es wieder wie ein Wunder.
Ich machte mich wieder zu
Fuß auf den Weg zur Uni. Dort warteten schon ein paar bekannte Gesichter von
der letzten Tour.
Ivanda und ich haben uns
gleich wieder die Plätze ganz vorne im Bus gesichert :-) Und dann konnte unsere
Reise zur “Island of Bute” beginnen.
Die Insel liegt an der Westküste
Schottlands. Wir fuhren mit dem Bus an Glasgow vorbei, bzw. führt die Autobahn
auch durch Glasgow. So habe ich gleich einen ersten Eindruck von der Stadt
bekommen. Man sieht gleich, dass es sich um eine Industriestadt handelt und das
dort rund 600.000 Menschen untergebracht sind.... viele Plattenbauten und irgendwie
harmoniert das Gesamtbild nicht. Also nicht vergleichbar mit Edinburgh! Aber
angeblich soll es dort bessere Shoppingmöglichkeiten geben ;-) Das werde ich
wohl mal testen müssen. Es finden auch mehr Konzerte und größere Events in
Glasgow statt, aber trotzdem würde ich nicht tauschen wollen, dafür gefällt mir
Edinburgh mit seiner schönen Innenstadt einfach zu gut! :-)
Auf dem Weg von Edinburgh
nach Glasgow sind 4 “Kunstwerke” an der Autobahn zusehen. Irgendwie ist das
dadurch entstanden, dass viele Jahre Edinburgh als Kulturstadt gesehen wurde
und Glasgow neidisch darauf war, weil dort die Industrie angesiedelt war. Aber
1990 wurde Glasgow zur 6. Europäischen Kulturhauptstadt gewählt und ich glaube
deshalb sind jetzt diese Kunstwerke an der Autobahn, um die beiden Städte zu
verbinden. Die Kunstwerke sind: Pyramiden
(Grashügel in Form einer Pyramide), ein Pferd aus Metalldraht, ein großer
Lautsprecher, aus welchem Vogellaute zu hören sind (macht sich besonders gut an
einer Autobahn...die vorbeifahrenden Autos werden sicher ganz viel davon haben)
und an das 4. kann ich mich schon nicht mehr erinnern. Am Straßenrand waren
auch viele bunte Schafe zu sehen. Eine Herde war orange und die andere Gruppe
war komplett pink. :-) Leider konnte ich so schnell kein Bild aus dem Bus
heraus machen.
Nachdem wir Glasgow
passiert hatten, erreichten wir “Port Glasgow” und kurze Zeit später “Wemyss
Bay”, wo die Fähre zur Insel startete.
| Bahnhof von Wemyss Bay |
Dann startete die
25-minutige Reise mit der Fähre. Wir sind natürlich alle aufs Deck gegangen und
haben die Aussicht genossen. Aber es war ziemlich windig und an manchen Stellen
musste man aufpassen, dass man nicht von Bord geweht wurde.
| Island of Bute |
Auf der Insel angekommen,
fuhren wir mit dem Bus zum “Mount Stuart House". Das ist ein großes Anwesen im südlichen
Teil der Insel. Bei der Besichtigung des Hauses durften wir leider keine Bilder
machen...aber ich kann nur sagen, es war großartig...das Haus war im gotischen
Stil gebaut und bestand im Inneren zum größten Teil aus Marmor verschiedenster
Art. Es gab sogar Marmor mit Fossilien ;-) Das Herz des Hauses ist eine große Halle, von welcher alle Hauptzimmer abgehen. Man kann von dort aus über die
verschiedenen Etagen bis zur Decke des Hauses schauen. Jedes Detail in diesem
Haus hat einen bestimmen Sinn und wurde vom Erbauer genau geplant. Die Kuppel über
dem großen Saal, war eine Nachbildung des Sternenhimmels. Jeder Stern wurde mit
durch eine Silberperle repräsentiert, so dass sie genau so glitzerten wir die
echten Sterne. An den vier Seitenwänden der Kuppel befanden sich pro Seite
jeweils 3 Buntglasfenster, welche die Jahreszeiten darstellten. Durch das
Sonnenlicht wurde der gesamte Raum in ein Meer aus Farben getaucht! Wahnsinnig schön!! Und das Internet macht es möglich: die folgenden Bilder(*) der Räumlichkeiten sind von http://www.mountstuart.com/visiting/
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| (*) Kuppel mit Sternenhimmel und Buntglasfenster |
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| (*) große Halle aus Marmor |
Jede Wand, jede Decke,
einfach Alles im gesamten Haus hatte eine Verzierung...echtes Gold an den Decken, Holzschnitzereien, in die
Wände eingearbeitete Diamanten...
Manche würden das
Gesamtwerk wahrscheinlich als Kitsch und überladen bezeichnen, aber auf wirkte es beeindruckend... soviel Liebe zum Detail...
Das Haus besitzt 127
Zimmer von welchen einige privat genutzt und andere vermietet werden. Man kann
das Haus auch für Hochzeiten mieten. Im Haus befindet sich sogar eine
integrierte Kirche...komplett aus weißen Marmor mit roten Buntglasfenstern, so
dass man zwar mit einem Pelzmantel heiraten muss (weil der Marmor eine
wahnsinnige Kälte erzeugt), aber dafür das wunderschöne Licht genießen kann.
Wir schauten uns die
Hochzeitssuite mit angrenzendem Wintergarten mit Blick auf das Meer an und
eines der Zimmer für die Hochzeitsgäste. Ich fragte gleich nach den Preis für
so eine Hochzeit ;-) Die Frau schaute mich komisch an und sagte dann, dass der
Preis bei 20.000 Pfund startet und dann bis weit darüber hinaus ausgebaut
werden kann...Ok, nun wusste ich warum sie meine Frage irritiert
hat...wahrscheinlich fragen Studenten gewöhnlich nicht nach dem Preis, da ihnen
meist das nötige Kleingeld fehlt ;-) Schade, ich hatte mir schon in Gedanken meine
Märchenhochzeit ausgemalt...
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| (*) Hochzeitssuite |
Nach der 1 1\2 stündigen Führung
durch das Haus, hatten wir noch weiter 1 1\2 Stunden Zeit um das Gelände um das
Haus erkunden. Neben wunderschönen kleinen Gärten, mit kleinen Bächen und traumhaften
Blumen, bestand das Gelände zum größten Teil aus Wald und grünen Wiesen. Natürlich
darf man das angrenzende Meer nicht vergessen :-) Wirklich traumhaft... so
viele verschiedene Arten von Natur miteinander vereint. :-)
| Mount Stuart House |
Unser Mittag haben
wir am Wasser gegessen und nebenbei haben wir den schönen Anblick des Meeres
genossen.
Leider haben wir in der
kurzen Zeit nur einen kleinen Teil des riesigen Geländes erkunden können.
Dann
ging unsere Tour weiter. Wir fuhren an einen Strand an der Westküste der Insel.
Es war ein herrlicher Sandstrand gesäumt von grünen Wiesen und Hügeln.
| Scalpsie Bay |
Am nördlichsten
Punkt der Bucht befand sich ein Gebiet aus Steinen. Auf diesen Steinen sonnten sich gerade die Robben ;-) So
ein Glück muss man erst mal haben :-)
| Die Robbe und ich -> oder auch: zwei dicke Robben ;-) |
Die Robbe genoss es im
Rampenlicht zu stehen und lächelte immer nett in die Kamera. Und auch im Wasser sah man
immer mal eine Robbe vorbeischwimmen :-)
| :-) |
Das war wieder ein Ort,
den man sich bei 30°C wünschte... mit einer Luftmatratze, einem Cocktail in der Hand und eine Abkühlung
im Wasser zusammen mit den Robben :-)
Wir
setzten unsere Reise Richtung Norden fort und wählten eine kleine Fähre zu
einer Landzunge des schottischen Festlands. Die Überfahrt dauerte nur 5 Minuten. Dann fuhren
wir durch das bergige Gelände, entlang von Seen und Wäldern zu einem
Botanischen Garten in "Benmore".
| Blick aus dem Bus |
Dieser Garten gehört zu
den 4 Botanischen Gärten Schottlands. Einer befindet sich u.a. in Edinburgh,
welchen ich bei Gelegenheit auch mal besuchen muss.
| Botanischer Garten in Benmore |
Besonders schön sollte
vor allem die große Rhododendron-Anlage sein. Dort gibt es über 300 Arten
dieser asiatischen Pflanzenart. Ich freute mich schon wahnsinnig in einem
Farbenmeer zu versinken, da mittlerweile der Rhododendronbusch meine
Lieblingspflanze geworden ist...doch leider wurde ich enttäuscht...aufgrund der
starken Regenfälle in den letzten Monaten waren die meisten Blüten noch
geschlossen und so haben wir max. 10 blühende Sträucher gesehen :-( Aber man
kann ja nicht immer Glück haben.
| Aussicht vom höchsten Punkt des Gartens |
Der Botanische Garten glich einem Wald und nur ein genauer Blick offenbarte
einem die vielen unterschiedlichen Bäume.
Und dann habe ich doch noch einen schönen Rhododendron gefunden :-)
18Uhr machten wir uns
dann auf den Weg zurück.
Wir fuhren nach „Dunoon“
und nahmen die Fähre Richtung „Port Glasgow”.
Auf der Autobahn ging es
dann wieder zurück nach Edinburgh und so ging 20:40Uhr mit der Ankunft an der
Universität wieder eine erlebnisreicher Tag zu Ende. :-)



Da hattest du ja wieder eine tolle Reise mit schönen Eindrücken und Erlebnissen. Zum neidisch werden ... LG Deine M.
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