An diesem Wochenende
hatte uns Dave (Mitarbeiter aus meinem Büro) eingeladen, ihn auf die „Isle of
Skye“ zu begleiten. Seine Mutter hat dort ein leer stehendes Haus, welches zum Verkauf
steht und so hat er jede Menge Platz viele Leute unterzubringen. Ich freute
mich schon drauf, denn im Norden von Schottland war ich noch nicht und die
Insel soll traumhaft schön sein.
Für den Trip müsste ich 2
Tage frei nehmen, da man ca. 9 Stunden mit dem Bus oder dem Zug braucht. Ich
fragte Iqy und überraschenderweise hatte er nichts dagegen.
Aber leider kam dann doch
alles anders...niemand außer mir hatte Zeit an diesem Wochenende...und so viel
das Ganze aus :-( Schade...
Daraufhin hatte ich am
Freitag nicht so tolle Laune. Ich hatte noch keine anderen Pläne für das
Wochenende und war etwas frustriert, weil ich nicht wusste, was ich mit mir
anfangen sollte. Am Freitagabend wollte ich nicht zuhause sitzen und Däumchen
drehen, denn das Wetter war endlich mal wieder schön. Ich entschloss, eine
kleine Wanderung auf "Arthur´s Seat" zu machen und dort den Sonnenuntergang zu
fotografieren. Ich schnappte mir nach dem Abendessen den nächsten Bus in die
Stadt. Dann kam mir die Idee, dass Shilong, der chinesische Doktorand, sehr
gerne Fotos macht und in der Nähe der Stadt wohnte und so fragte ich ihn, ob er
Lust hätte, mich zu begleiten. Er stimmte zu und so trafen
wir uns in der Princes Street und starteten unsere kleine Wanderung.
| Unterer Teil von Arthur`s Seat |
Der Wind war ziemlich
stark an diesem Tag und so wurde der Sonnenschein immer mal von ein paar dicken
Wolken verdeckt. Aber das hinterete uns nicht an unserem Vorhaben. Wir
entschieden uns, nur den kleineren Berg zu besteigen, was im Endeffekt auch gut
war, denn der Wind wurde immer unerträglicher...man musste echt aufpassen, dass
man nicht wegfliegt.
Hier ein paar Eindrücke
von dem tollen Abend auf Arthur Seat:
| Blick auf Calton Hill |
| Shilong |
Nach dem wir unser Ziel erreicht
hatten, machten wir uns auf den Rückweg, weil es durch den Wind so ungemütlich
war, dass man kein Minute länger dort bleiben wollte.
Wir gingen eine andere
Strecke zurück in die Stadt und machten noch einen kleinen Abstecher in einem
Pub in der Nähe vom Grassmarket, in welchem ich schon ein paar Mal mit meinem
Onkel und meiner Tante zum Fußballspiel gucken war.
Dort gab es an diesem Abend
die Liveübertragung von der Eröffnungsveranstaltung der Olympischen Spiele und zusätzlich
spielte eine Live-Band. Also verweilten wir mit einem kleinen Bierchen, welches
wir uns nach dem anstrengenden Anstieg verdient hatten und lauschten der Musik
und schauten uns das Londoner Spektakel an.
Am nächsten Morgen machte
ich mich wieder auf um Sportzentrum. Langsam zahlte sich die regelmäßige Anwesenheit
in Form von Muskeln aus. :-)
Danach ging es wieder in
die Stadt zum rumschlendern...was ich aber ganz schnell bereute...zu viele
Menschen!!! Man merkte, dass schon viele Touristen wegen dem Festival angereist
waren und so bevölkerten sie die Straßen und Geschäfte der Innenstadt...
Am Abend habe ich mich
dann mit Ivanda und einer Freundin von ihr, in einem Pub getroffen. Dort war ich
auch schon mal kurz an dem Abend, an dem Suzanne ihre Abschiedsfeier gefeiert
hatte. In der oberen Etage wird samstags immer Livemusik gespielt und so
sicherten wir uns noch schnell einen Platz, bevor man nach 23Uhr Eintritt
bezahlen musste.
Da ich Shilong am Vorabend
gesagt hatte, dass ich am Samstag mit den Mädels weggehe und dass er gerne auch
vorbei schauen könnte, erweiterte sich nach kurzer Zeit unsere kleine Gruppe.
Shilong, Alex, Paul (Alex
sein Bruder) und Martin (ein Freund von den dreien) kamen gerade noch rechtzeitig,
so dass sie auch kein Eintritt zahlen mussten. So verbrachten wir den Abend im
„Ghillie Dhu“, die Mädels mit Tanzen und die Jungs mit Trinken ;-)
![]() |
| Shilong, Alex und ich |
Die Jungs wollten am nächsten
Tag in eine Snow-Arena, weil ein Kumpel von ihnen Geburtstag hatte und sie zu
einer Stunde im Schnee eingeladen hatte. Sie fragten uns, ob wir mitkommen
wollen. Ivanda und ihre Freundin hatten keine Zeit und ich war erst einmal
nicht so begeistert, Ende Juli in eine Schneehalle zu gehen, wo hier doch noch
nicht mal richtig Sommer war. Aber dann stimmte ich doch zu, da ich noch keine
anderen Pläne für den Sonntag hatte.
Ich wurde am nächsten
Morgen um 10Uhr von zuhause von Martin und Shilong abgeholt und dann fuhren wir
nach „Bathgate“, wo Alex wohnte, und luden auch ihn ins Auto ein.
So machten wir uns auf
den Weg Richtung Glasgow, wo sich etwas außerhalb von der Stadt die Abenteuerhalle
befindet.
| Abenteuerhalle mit Snow-Arena |
Der Kumpel, welcher Geburtstag hatte, konnte erst gegen 14Uhr da sein
und so hatten wir noch Zeit für ein kleines Minigolfspiel und ein schönes
Mittagessen bei „Frankie&Benny´s“.
Beim Minigolf war es ziemlich ausgeglichen...jeder brauchte 46 Versuche für die gesamte Minigolfanlage, außer Martin, der hatte 45
und wurde damit ganz knapp zum Gewinner.
Bei „F&B“ hatte ich
dann eine Pizza, auf der Salat und Dressing und Hähnchenbrust war...irgendwie
hatte ich wohl die Karte falsch gelesen...aber zu meiner Überraschung ist
Salat mit Dressing auf einer Pizza gar nicht soo schlecht. ;-)
Nach dem Essen machten
wir uns auf den Weg zur Snow-Arena. Es stellte sich heraus, dass keine
Snowboarden oder Skifahren konnte und so entschlossen sich alle, Schlitten zu
fahren. Da ich nicht alleine Snowboarden wollte, stimmte ich dem
Schlittenfahren zu. Als ich die Piste gesehen hatte, hätte ich mich dann am
liebsten doch um entschieden, denn ich liebe Snowboarden und da ich lange nicht
gefahren bin, hatte es mir doch ein bisschen „in den Füssen gejuckt“ ;-)
| Leere Piste - wer will schon freiwillig im Juli Schnee?! ;-) |
Naja,
zu spät..jetzt musste ich Schlittenfahren, oder besser gesagt, auf einem Stück
Plaste einen kleinen Hang hinunter...zum Glück hatte ich Wechselsachen
mitgenommen...meine kompletten Sachen waren nach einer halben Stunde komplett
nass und durch die Kälte gefroren. Es war wahnsinnig kalt und ich befürchtete
schon wieder eine Erkältung in den folgenden Tagen.
Die Kerle wollten natürlich
nicht wie Memmen aussehen und wechselten ihre Sachen nicht (Shilong hatte nicht
einmal Wechselsachen mit).
Zum aufwärmen gab es dann
erst mal ein schöne heiße Tasse Tee :-) Das tat gut...und langsam kam auch
wieder etwas Wärme in meinen Beinen an.
Über dem Café befand sich ein kleiner
Hochseilgarten...war ganz schön unheimlich die Leute über den Köpfen zu haben.
Vor allem gab es kein Netz zwischen denen und uns...wenn Jemand dort seinen
Schuh verliert, dann fällt er im schlimmsten Fall direkt auf den Kopf eines Cafébesuchers...die
Folgen möchte man sich nicht ausmalen!
Nach dem Tee fuhren wir
noch eine kleine Runde in einem Mini-Autoscooter und dann ging es zurück nach „Bathgate“.
Dort angekommen luden wir uns ganz unverschämt noch auf eine Cola bei Alex
zuhause ein ;-) Seine Eltern und sein Onkel waren auch gerade da und damit fing
für mich das große Problem mit der Verständigung an... die 3 sprechen komplett
Schottisch...da versteht man wirklich gar nichts. Ich kam mir soooo dumm
vor...ich konnte auf keine einzige Frage antworten...meine Gesichtsfarbe
wechselte zu krebsrot und ich wollte am liebsten nur noch im Boden versinken.
Zum Glück wechselten wir dann das Zimmer, weil uns die Mutter spontan
Abendessen gekocht hatte. Da ich mein Abendessen für den heutigen Tag bei
Jill nicht abgemeldet hatte, wurde es mir schon ganz schlecht, da ich wusste, dass
mir noch ein zweites Abendessen bevor stand.
Aber bevor es nach Hause
ging, spielten wir noch ein paar Spiele, da der ganze Raum eine einzige Spielesammlung
war. In der Zwischenzeit kamen dann noch Alex seine anderen 2 Brüder mit Frauen
und Kindern und schauten abwechselnd kurz bei uns vorbei. Eine der beiden
Cousinen von Alex war sooo niedlich...sie half erst Martin beim Spiel und dann
wechselte sie auf meine Seite. Sie ist 5 Jahre und sehr clever und verdammt
niedlich :-)
Dann ging es aber nach
Hause, wo schon mein 2. Essen auf mich wartete..
Glücklicherweise hatte
ich es überlebt und so konnte ich am Montag wieder in die nächste Woche starten
:-)

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