Montag, 6. August 2012

Fr, 29.06 - Sa, 30.06.


Ein kleiner Nachtrag zum Donnerstag:
Abends war ich mit Frauke in dem Pub in Juniper Green , in welchem ich auch schon die letzten Tage war. Es war ja der Abend des Fußballspiels Deutschland gegen Italien und wir entschieden uns, im Pub Abendbrot zu essen und dann dort das Spiel zu schauen. Voller Motivation waren wir auf das Spiel gespannt…


 
Aber leider kündigte schon die Dip-Soßen-Farbgestaltung den Ausgang des Spiels an :-( Schade, es wäre doch so schön gewesen, endlich mal Italien zu schlagen…

Am Freitag war dann auch schon der geplante Monat im Labor mit der Schottin vorbei. Jedoch hatten wir am Ende gerade mal 6 von 20 Blutproben :-( Sie sollten eigentlich immer von Montag bis Donnerstag kommen, aber durch Komplikationen und Ablehnungen der Patientinnen, kam es zu den Unregelmäßigkeiten. 

Als ich am Freitag Iqy diese Nachricht verkündete, war er nicht so begeistert. Immerhin sollte ich ab Juli für ihn arbeiten.  Tja, dafür mussten wir also noch eine Lösung finden…

Jedenfalls war der Tag ziemlich komisch…es war keiner mehr da, der auf einen wartet und den man am Abend treffen kann… :-( Nach 2 Wochen Besuch, war das schon ein ganz schöner Umbruch.
Dafür nahm ich mir vor wieder gesünder zu leben ;-) Nach 2 Wochen Schlafmangel, täglichen Pubbesuchen und Feierabendbierchen musste jetzt wieder ein Weg in die „Normalität“ gefunden werden. ;-) Mein Vorsatz für Freitag: zuhause sitzen und früh ins Bett gehen.

Aber wie das nun mal mit Vorsätzen so ist, sind sie da um gebrochen zu werden :-D Denn am Freitagabend feierte eine Mitarbeiterin der Forschungsgruppe ihren letzten Arbeitstag und hatte alle gebeten, sich mit ihr in einer Bar zu treffen. Da ich erst am Freitag im Büro war und ich nicht auf der Emailverteilerliste stehe, konnte sie mir leider nicht früher Bescheid geben. Also was blieb mir anderes übrig, als am Abend in eine Bar zu gehen und auf ihren letzten Arbeitstag anzustoßen ;-)

Wir trafen uns 20Uhr in der Hudson-Bar („West-End“-also direkt in der Innenstadt). Es kamen wirklich alle (außer Iqy) und brachten teilweise sogar ihre Partnerin oder Partner mit. Wir waren also eine riesige Gruppe, welche die eh schon volle Bar bis zum Anschlag füllte. Nach ein paar Bierchen und netten Gesprächen (die wegen der lauten Musik sehr anstrengen waren), machte sich die Hälfte der Leute nach ein paar Stunden zur nächsten Bar. Ich war natürlich mit dabei … ich hatte ja immerhin 2 Wochen Training, da geht man nicht schon 23Uhr nach Hause ;-)
 Dort verbrachten wir dann auch ein bisschen Zeit und dann machte sich der harte Kern (6 +ich) auf zu einem Pub, welcher in der oberen Etage eine Tanzfläche hat, auf welcher entweder Bands spielen oder einfach Musik zum Tanzen aufgelegt wird. Da es schon nach 24Uhr war, brauchten wir auch keinen Eintritt mehr bezahlen. Also tanzten wir noch ein bisschen bis dann nur noch 3 übrig waren. Da ich nicht 3 Stunden nach Hause laufen wollte, musste ich mich dann auch los machen, damit ich noch den letzten Nachtbus bekomme. -> Irgendwie ist die Situation wie bei den „10 kleinen Jägermeistern“ :-D …Einmal muss jeder gehen *sing*

Am Samstag wurden dann aber die guten Vorsätze in die Tat umgesetzt. Ich machte mich mit Frauke mit dem Zug nach „Dunfermline“. Meine erste Zugfahrt in Schottland :-)


Dunfermline ist eine Stadt nördlich von Edinburgh, auf der anderen Seite des „Firth of Forth“. Das hieß also, mit dem Zug über die „Forth Bridge“ :-)

Beweisfoto aus dem Zug..auf der Forth Bridge :-)

Die gegenüberliegende Forth-Road-Bridge mal von der anderen Seite des Wassers
Dunfirmline war ganz früher mal die Hauptstadt von Schottland, als das Land gerade dabei war Schottland zu werden, sie gehört damit zu den ältesten Städten Schottlands.

Heute ist vor allem die Dunfirmline Abbey das Markenzeichen der Stadt, in dessen Grabstätte sich 22 schottische Königinnen und Könige befinden. Und somit war die Abbey das Hauptziel unserer heutigen Reise.

Durch ein schönes Tor ging es dann an einem kleinen Garten und alten Gräbern entlang zur Abbey Church.

Eingang zum Gelände der Abbey

Weinendes Pferd am Tor

Das Wetter wechselte an diesem Tag wieder zwischen sinnflutartigen Regenschauern und Sonnenschein im Minutentakt. Und so waren meine Schuhe, die ich auf Grund der Sonne am Morgen ungünstig gewählt hatte, schon bei Ankunft in der Abbey durchgeweicht. Dadurch ließ ich mir den Tag aber nicht verderben...


Abbey Church
Bevor wir uns das Innere der Kirche anschauten, umrundeten wir die sie. Und wenn man ganz genau aufpasst, bemerkte man auch die Buchstaben am oberen Teil der Kirche…



Und so ergab sich: King Robert the Bruce, welcher der schottische König von 1306-1329 war.

Nachdem der Regen wieder schlimmer wurde und auch noch ein kräftiger Wind einsetzte machten wir uns schnell ins Innere der Kirche.

Im Moment, in dem das Foto geschossen wurde, hatte der Wind meinen Schirm erwischt...aber trotz 2 gebrochener Speichen ist er immer noch in Gebrauch :-D

Das Innere der Abbey Church

  Den hinteren Teil der Kirche fand ich am eindrucksvollsten.

Hinterer Teil der Kirche
Der göttliche Schein
Dann ging es wieder nach draußen zu den Ruinen des „Royal Palace“ und „The Guest House“. Das sogenannte Gasthaus soll es schon seit Beginn an geben und diente als Unterkunft  für Pilger jeder Herkunft. Von dem Gebäude ist aber nicht mehr viel übrig.

"Royal Place" und "The Guest House"

Das Gelände wird auch für romantische Hochzeitsfotos verwendet ;-)


Die letzte Station unserer Reise war die Parkanlage, von der wir uns aber nur einen kleinen Teil anschauten, da sich alles in einen Regenwald verwandelt hatte und es schwer wurde die meisten Stellen zu betreten.


Und dann ging es wieder zurück zum Zug und auf nach Edinburgh.


Mit dem Zug fährt man genau am Edinburgh Airport vorbei ;-)


Aber der Flughafen war heute noch nicht mein Ziel, das hatte noch Zeit… und so ging es zurück in unserer Unterkunft, in welcher ich den ersten ruhigen Abend seit langer Zeit verbrachte :-)

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