Heute war wieder ein ganz
normaler Arbeitstag in der Uni. Hier mal ein Foto von meinem Arbeitsplatz ;-)
Als ich mit den Gedanken zum Feierabend
schweifte und mich schon auf das Wochenende freute, entschied Shilong, ein
chinesischer Doktorand aus meinem Buero, dass wir alle gemeinsam Abendessen gehen
sollten. Gute Idee! :-)
Er rief in seinem Lieblings-Chinarestaurant
an und buchte einen Tisch. Da bei mir ja schon immer das Abendessen eingeplant
ist und Jill es gar nicht leiden kann, wenn man ihr nicht wenigstens ein Tag
vorher Bescheid gibt, dass man nicht da ist, hatte ich schon Bedenken, ob ich überhaupt
mitgehen kann. Ich sendete ihr also schnell eine SMS. Natürlich war sie nicht
begeistert, aber sie konnte mich ja auch nicht zwingen bei ihr zu essen...also
stand einem chinesischen Abend nichts mehr im Wege :-)
Wir trafen uns 20 Uhr im
„ Saigon Saigon“. Ich stellte mich irgendwie auf „typisches“ chinesisches Essen
ein, wie man es so aus Deutschland kennt…aber natürlich hätte ich mir schon
denken können, dass es nicht so ein verdeutschtes Essen sein kann. Im Restaurant
befanden sich zu 90% nur Chinesen und so war die Karte auch auf Chinesisch. Es gab
aber auch Karten, die nur aus Bildern bestanden ;-) Und wer die Wahl hat, hat
die Qual...wie sollte man sich bei diesen tausenden von Bildern für das
richtige Essen entscheiden?? Da wir zur Hälfte eine chinesische Gruppe waren,
konnte man sich aber gut beraten lassen ;-)
Jeder bestellte etwas und
alles wurde dann in die Mitte des Tisches gestellt, so dass man von jedem Essen
probieren konnte. Zum Teil war das Essen
echt gewöhnungsbedürftig...so probierte ich z.B. nicht die Schweinefüße :-(
Meine Favoriten waren eine Art Frühlingsrolle, die mit Garnelen und Rührei gefüllt
war...sehr lecker… und ein ganz scharfes Chickengericht. Ich musste natürlich
auch ganz wagemutig eine ganze Chili essen...naja, da habe ich dann meinem
chinesischen Sternzeichen alle Ehre erwiesen und ein bisschen Feuer gespuckt
;-)
Zum Nachtisch habe ich
dann noch so ein großes weißes Bällchen gegessen...erst war ich skeptisch, da
ich mich vage an das Essen in Shanghai erinnerte...und weiße Bällchen waren da meist
vom Geschmack und von der Konsistenz komisch. Aber ich traute mich und ich
wurde belohnt...super lecker...wie Hefeklöße mit Vanillepuddingfüllung :-D Leider
war es das letzte Bällchen...da waren sicher Millionen von Geschmacksverstärkern
drin, denn ich hätte am liebsten noch mal eine ganze Schüssel nachbestellt ;-)
Nachdem wir alle satt
waren, teilten wir einfach die Rechnung durch die Anzahl der Leute, da man eh
nicht eindeutig zuordnen konnte, wer was gegessen hatte und dann machten wir
uns auf den Weg in einen Pub.
Einer von unserer Gruppe hatte
aber seinen Personalausweis nicht mit und so war es ganz schön schwer, einen
Pub zu finden, in den man uns rein ließ. Hier stehen nämlich ab 22Uhr (manchmal
auch früher) vor jedem (!) Pub Türsteher, welche den Personalausweis kontrollieren.
Finde ich aber auch nicht schlecht, denn so hat die „Jugend“ keine Chance
heimlich trinken zu gehen...hier ist es auch nicht üblich mit Alkohol durch die
Straße zu laufen und ab 22 Uhr darf man auch keinen Alkohol mehr in den Geschäften
kaufen.
Irgendwann fanden wir
dann einen Pub in dem wir alle reindurften. Dort tranken wir dann ein paar
Bierchen und quatschten in einer gemütlichen Runde bis dann die Meisten müde
waren und nach Hause wollten. Shilong, Alex und Dave (alle Mitarbeiter in
meinem Buero) und ich sind dann noch zu einem anderen Pub, weil dort ein Kumpel
von Dave Hochzeit feierte und wir alle vorbei kommen sollten...aber dort
angekommen, war kein Kumpel und keine Hochzeitsgesellschaft mehr da und so
beschlossen wir uns auch auf den Heimweg zu machen.
Da Alex ca. eine Stunde von
Edinburgh entfernt wohnt, trank er den ganzen Abend nur Wasser und fuhr mit dem
Auto nach Hause. Da er in meine Richtung musste, lieferten wir erst Shilong
zuhause ab und dann wurde ich nach Hause gefahren...das nenne ich mal
Luxus...viel besser und schneller als mit dem Nachtbus.
Da ich in der Nacht nicht so
lange unterwegs war, konnte ich auch am nächsten Morgen auch um 11 Uhr zum Sport.
:-) Ich hatte zwar immer noch etwas Muskelkater von Donnerstag, aber da merkt
man wenigstens, dass man etwas gemacht hat.
Danach machte ich mich wieder nach
Hause und duschte erst mal gemütlich...Frauke schläft ja eh immer bis 12 oder
13 Uhr, da passte das ganz gut.
Wir machten uns danach
auch den Weg in die Stadt und schlenderten ein bisschen durch die Geschäfte.
Leider kann ich mich nicht mehr wirklich an den Rest des Samstags erinnern :-(
-> Das ist leider die Folge, wenn man so lange mit dem Blogschreiben zurückhängt.
Sorry.) Aber ich denke, dass es nicht soo spannend war, sonst würde ich sicher
noch irgendwelche Erinnerungen haben.
Am Sonntag bin ich mit
Frauke in eine deutsche Konditorei gegangen. Sie heißt „Falko“ und dort gibt es wahnsinnig
leckeren Kuchen und Torten aller Art. :-) Die Speisekarte ist auf Deutsch mit
englischer Übersetzung ;-) Und zu jedem Tortennamen gibt es immer eine kleine
Beschreibung...z.B. muss man ja wissen, was eine Schwarzwälder Kirschtorte ist und
was sie auszeichnet ;-)
![]() |
| Konditorei "Falko" |
Die Entscheidung fiel mir
wieder sehr schwer...am liebsten hätte ich natürlich jeden Kuchen probiert. Am
Ende wurde es dann eine Schokotorte mit Waldfrüchten :-) Ein absoluter
Traum...zartschmelzende Schokolade, eine himmlisch-süße Creme und dazu der
erfrischende Hauch von sauren Waldfrüchten. :-)
Dazu bestellte ich dann
noch eine Heiße Schokolade, die aus echter Schokolade hergestellt wurde :-)
Super Lecker!! Aber danach hatte ich natürlich einen absoluten
Schoko-Zucker-Schock!! Das war ein bisschen zu viel des Guten.
Frauke bestellte eine Schwarzwälder
Kirschtorte und auch sie war glücklich mit ihrer Entscheidung.
Neben den selbstgemachten
Torten gab es auch selbstgebackenes Brot. Die Preise sind dementsprechend so,
dass man nicht drüber nachdenken möchte,
dass man soeben fast 6 Euro für ein Roggen-Dinkel-Brot ausgegeben hat. Wir
teilten uns das Brot und so war es dann mit dem Preis auch erträglicher ;-)
Ich freute mich schon auf den nächsten Morgen, an dem ich das leckere Brot probieren konnte :-)




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