Freitag, 17. August 2012

Fr, 06.07. - So, 08.07.


Heute war wieder ein ganz normaler Arbeitstag in der Uni. Hier mal ein Foto von meinem Arbeitsplatz ;-)


Als ich mit den Gedanken zum Feierabend schweifte und mich schon auf das Wochenende freute, entschied Shilong, ein chinesischer Doktorand aus meinem Buero, dass wir alle gemeinsam Abendessen gehen sollten. Gute Idee! :-)

Er rief in seinem Lieblings-Chinarestaurant an und buchte einen Tisch. Da bei mir ja schon immer das Abendessen eingeplant ist und Jill es gar nicht leiden kann, wenn man ihr nicht wenigstens ein Tag vorher Bescheid gibt, dass man nicht da ist, hatte ich schon Bedenken, ob ich überhaupt mitgehen kann. Ich sendete ihr also schnell eine SMS. Natürlich war sie nicht begeistert, aber sie konnte mich ja auch nicht zwingen bei ihr zu essen...also stand einem chinesischen Abend nichts mehr im Wege :-)

Wir trafen uns 20 Uhr im „ Saigon Saigon“. Ich stellte mich irgendwie auf „typisches“ chinesisches Essen ein, wie man es so aus Deutschland kennt…aber natürlich hätte ich mir schon denken können, dass es nicht so ein verdeutschtes Essen sein kann. Im Restaurant befanden sich zu 90% nur Chinesen und so war die Karte auch auf Chinesisch. Es gab aber auch Karten, die nur aus Bildern bestanden ;-) Und wer die Wahl hat, hat die Qual...wie sollte man sich bei diesen tausenden von Bildern für das richtige Essen entscheiden?? Da wir zur Hälfte eine chinesische Gruppe waren, konnte man sich aber gut beraten lassen ;-)

Jeder bestellte etwas und alles wurde dann in die Mitte des Tisches gestellt, so dass man von jedem Essen probieren konnte. Zum Teil  war das Essen echt gewöhnungsbedürftig...so probierte ich z.B. nicht die Schweinefüße :-( Meine Favoriten waren eine Art Frühlingsrolle, die mit Garnelen und Rührei gefüllt war...sehr lecker… und ein ganz scharfes Chickengericht. Ich musste natürlich auch ganz wagemutig eine ganze Chili essen...naja, da habe ich dann meinem chinesischen Sternzeichen alle Ehre erwiesen und ein bisschen Feuer gespuckt ;-) 

Zum Nachtisch habe ich dann noch so ein großes weißes Bällchen gegessen...erst war ich skeptisch, da ich mich vage an das Essen in Shanghai erinnerte...und weiße Bällchen waren da meist vom Geschmack und von der Konsistenz komisch. Aber ich traute mich und ich wurde belohnt...super lecker...wie Hefeklöße mit Vanillepuddingfüllung :-D Leider war es das letzte Bällchen...da waren sicher Millionen von Geschmacksverstärkern drin, denn ich hätte am liebsten noch mal eine ganze Schüssel nachbestellt ;-)

Nachdem wir alle satt waren, teilten wir einfach die Rechnung durch die Anzahl der Leute, da man eh nicht eindeutig zuordnen konnte, wer was gegessen hatte und dann machten wir uns auf den Weg in einen Pub.

Einer von unserer Gruppe hatte aber seinen Personalausweis nicht mit und so war es ganz schön schwer, einen Pub zu finden, in den man uns rein ließ. Hier stehen nämlich ab 22Uhr (manchmal auch früher) vor jedem (!) Pub Türsteher, welche den Personalausweis kontrollieren. Finde ich aber auch nicht schlecht, denn so hat die „Jugend“ keine Chance heimlich trinken zu gehen...hier ist es auch nicht üblich mit Alkohol durch die Straße zu laufen und ab 22 Uhr darf man auch keinen Alkohol mehr in den Geschäften kaufen.

Irgendwann fanden wir dann einen Pub in dem wir alle reindurften. Dort tranken wir dann ein paar Bierchen und quatschten in einer gemütlichen Runde bis dann die Meisten müde waren und nach Hause wollten. Shilong, Alex und Dave (alle Mitarbeiter in meinem Buero) und ich sind dann noch zu einem anderen Pub, weil dort ein Kumpel von Dave Hochzeit feierte und wir alle vorbei kommen sollten...aber dort angekommen, war kein Kumpel und keine Hochzeitsgesellschaft mehr da und so beschlossen wir uns auch auf den Heimweg zu machen. 
Da Alex ca. eine Stunde von Edinburgh entfernt wohnt, trank er den ganzen Abend nur Wasser und fuhr mit dem Auto nach Hause. Da er in meine Richtung musste, lieferten wir erst Shilong zuhause ab und dann wurde ich nach Hause gefahren...das nenne ich mal Luxus...viel besser und schneller als mit dem Nachtbus.

Da ich in der Nacht nicht so lange unterwegs war, konnte ich auch am nächsten Morgen auch um 11 Uhr zum Sport. :-) Ich hatte zwar immer noch etwas Muskelkater von Donnerstag, aber da merkt man wenigstens, dass man etwas gemacht hat. 
Danach machte ich mich wieder nach Hause und duschte erst mal gemütlich...Frauke schläft ja eh immer bis 12 oder 13 Uhr, da passte das ganz gut.
Wir machten uns danach auch den Weg in die Stadt und schlenderten ein bisschen durch die Geschäfte. Leider kann ich mich nicht mehr wirklich an den Rest des Samstags erinnern :-( -> Das ist leider die Folge, wenn man so lange mit dem Blogschreiben zurückhängt. Sorry.) Aber ich denke, dass es nicht soo spannend war, sonst würde ich sicher noch irgendwelche Erinnerungen haben.

Am Sonntag bin ich mit Frauke in eine deutsche Konditorei gegangen. Sie heißt „Falko“ und dort gibt es wahnsinnig leckeren Kuchen und Torten aller Art. :-) Die Speisekarte ist auf Deutsch mit englischer Übersetzung ;-) Und zu jedem Tortennamen gibt es immer eine kleine Beschreibung...z.B. muss man ja wissen, was eine Schwarzwälder Kirschtorte ist und was sie auszeichnet ;-)

Konditorei "Falko"
 Die Entscheidung fiel mir wieder sehr schwer...am liebsten hätte ich natürlich jeden Kuchen probiert. Am Ende wurde es dann eine Schokotorte mit Waldfrüchten :-) Ein absoluter Traum...zartschmelzende Schokolade, eine himmlisch-süße Creme und dazu der erfrischende Hauch von sauren Waldfrüchten. :-)


Dazu bestellte ich dann noch eine Heiße Schokolade, die aus echter Schokolade hergestellt wurde :-) Super Lecker!! Aber danach hatte ich natürlich einen absoluten Schoko-Zucker-Schock!! Das war ein bisschen zu viel des Guten. 

Frauke bestellte eine Schwarzwälder Kirschtorte und auch sie war glücklich mit ihrer Entscheidung. 

 
Neben den selbstgemachten Torten gab es auch selbstgebackenes Brot. Die Preise sind dementsprechend so, dass man nicht  drüber nachdenken möchte, dass man soeben fast 6 Euro für ein Roggen-Dinkel-Brot ausgegeben hat. Wir teilten uns das Brot und so war es dann mit dem Preis auch erträglicher ;-)

Ich freute mich schon auf den nächsten Morgen, an dem ich das leckere Brot probieren konnte :-)

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